Guten Urlaub!

Urlaub (nicht nur für die Katz!)

Anleitungen für Menschen und Tiere die gemeinsam ihren Urlaub genießen wollen.

Im Trend einer neuen, wachsenden Sensibilität und dank einem kürzlich erlassenen Gesetz zum Schutz der Tiere, ist die folgende Frage von extrem aktueller Bedeutung: wie organisieren Sie Ihren Urlaub mit Hund, Katze & Co.?

Was zu aller erst wie ein Problem erscheint, lässt sich oft dank weniger Fragen brillant lösen:

Die ruhige und aufrichtige Beantwortung dieser Fragen ist für Sie sowie für Ihre Freunde wichtig. Der Urlaub sollte ja Abwechslung, Entspannung, Spaß und eine Unterbrechung vom Alltäglichen bedeuten. Aber dies sollte für jedermann gelten, Haustiere eingeschlossen!

Wenn es allen Familienmitglieder möglich ist (tierische Familienmitglieder eingeschlossen!) einen entspannenden Urlaub gemeinsam verbringen zu können, erkundigen sie sich bevor Sie abreisen ob Ihre Tiere willkommen und offiziell zugelassen werden.
In immer mehr Hotels sind Tiere nicht nur zugelassen sondern auch herzlich willkommen und es reicht wirklich nur ein Telefonanruf um Klarheit zu verschaffen.

In dieser kleinen Anleitung haben wir die wichtigsten Angaben und Ratschläge zusammengefasst: das Ergebnis von tatsächlich gemachten Erfahrungen die Ihnen sicherlich helfen werden Ihren Urlaub mit Bau&Miau bestens zu verbringen. Es mag Ihnen viel zum Lesen vorkommen aber Sie werden sehen das es am Ende lediglich eine Frage des gesunden Menschenverstandes ist und das die folgenden Ratschläge wesentlich einfacher anzuwenden sind als Sie denken.

Erinnern Sie sich zu aller erst daran, dass Tiere die auf einem Auto reisen, sich in ihrem Käfig befinden oder in einem Teil Ihres Wagens aufhalten müssen, der vom Rest des Innenraums durch ein Netz abgetrennt ist. Die italienische Gesetzgebung verwehrt das Führen von Tieren an Bord von Autos nicht, ganz im Gegenteil es sichert das Wohlbefinden von Menschen und Tieren und die Strafen für jene die dieses Gesetz verstoßen sind verständlicherweise sehr hoch. Müssen Sie auf das Bremspedal drücken während Ihre Katze sich gerade dort zu einem Nickerchen zusammengerollt hat, kann unvorhergesehene sowie fatale Konsequenzen haben.

Starten Sie Ihre Reise möglichst während der kühlsten Tageszeit. Eine geringere Lichtmenge, also bei Sonnenaufgang oder bei Sonnenuntergang, können dazu beitragen ein aufgeregtes Tier zu beruhigen. Noch besser wäre es des Nachts Ihre Reise anzutreten aber mit einem ausgeruhten Fahrer am Lenker!

Wenn Ihr Haustier nicht gerne verreist, könnte es sein, dass Sie einige Tropfen Beruhigungsmittel verabreichen müssen, besser wenn homopatisch. Aber es sollten wirklich nur einige Tropfen sein, wie vom Tierarzt verschrieben und nur für die Zeitdauer Ihrer Reise!!!

Lassen Sie Ihren Liebling nie in einem Auto das unter der prallenden Sonne geparkt ist! Sie verängstigen das Tier nicht nur durch das alleine lassen, sondern Sie setzten es unnötig der Gefahr eines Sonnenbrandes und, noch schlimmer, eines Hitzeschlags aus. Die Folgens sind tödlich und absolut nicht zu unterschätzen.

Apropos Katzentransportmittel. Ziehen Sie die klassischen Metallkäfigen aus Maschennetz vor. Die stoßfreien
Katzenkörbchen aus Plastik sind auf Flugzeugen geeignet und als einziges Transportmittel zugelassen, doch sind sie in allen anderen Fällen wirklich nicht empfehlenswert. Sie sind meist zu klein, die Belüftungslöcher sind absolut nicht ausreichend, der Innenraum heizt sich zu sehr auf und außerdem sind sie absolut nicht praktisch. Wer schon mal versucht hat eine, lediglich beim Anblick einer solchen "Plastikschachtel" schon nervöse Katze, hinein oder hinauszubuxieren weiß genau wovon wir reden.
Vergessen Sie nicht eine Katzentoilette mit sich zu führen. Sich um ein Tier zu kümmern bedeutet auch seine physiologischen... Bedürfnisse zu respektieren! Wenn es "der" Augenblick ist, fahren Sie an den Straßenrand und halten Sie an. Öffnen Sie NICHT die Autotüren, lassen Sie die Katze aus Ihrem Katzenkorb heraus, lassen Sie ihr die Zeit ihre Bedürfnisse in ALLER RUHE zu machen, geben Sie sie in den Käfig zurück, streicheln Sie sie und fahren Sie wieder los! Wer stattdessen einen Hund hat, wird vom Auto absteigen aber den Hund immer und nur an der Leine führen. Und wenn Sie einst "gemacht" haben, ist es nur Ihre BÜRGERPFLICHT das "Gesäte" aufzulesen und wegzuwerfen.

Haben Sie frisches Wasser, sowie eine Napf zur Hand, sowie ein Tuch das Sie feucht über Ihren Liebling streichen können falls es zu warm sein sollte. Stellen Sie die Klimaanlage nicht auf das Maximum ein und richten Sie diese nicht direkt auf sich selbst oder Ihr "tierische" Hälfte.

Wenn Sie auf einem Schiff unterwegs sind, fragen Sie den Kapitän ob Sie Ihr Haustier mit in die Kabine nehmen können und denken Sie darüber nach, dass nach Ihnen auch Allergiker die selbe Kabine belegen könnten. Wer an die eigen Gesundheit und die des eigenen Haustieres bedacht ist, sollte auch an die fremder Leute denken.

Wenn Sie lange unterwegs sind, planen Sie einige Pausen ein um Ihnen selbst und Ihrem Tier, doch IMMER an der Leine, etwas Auslauf (auch wenn Sie auf einem Schiff sind!) zu gönnen. Denken Sie daran was passieren könnte wenn Ihnen Ihr Freund entfliehen würde gerade wenn Sie an der Autobahnraststätte sind.

Spätestens ein Monat vor der Abreise, lassen Sie Ihr Haustier impfen (sollte regelmäßig ein Mal im Jahr erfolgen). Vor allem wenn Ihr Liebling die Möglichkeit hat auch andere Tiere zu treffen, muss er/sie vor ansteckenden oder gar tödlichen Krankheiten sicher sein. Denken Sie auch darüber nach, dass ein Tier davonlaufen kann oder sich verirren mag.

Obwohl die Impfungen notwendig sind, können sie jedoch einige Tage Unwohlsein verursachen. Dies ist der Grund warum einige Tage, besser wäre mindestens eine Woche, nach der Impfung vergehen sollten, bevor Sie Ihren Urlaub antreten. Rechnen Sie auch damit, dass wenn Ihr Tier zum ersten Mal geimpft wird, eine zweite Impfung nach einem Monat stattfinden muss und das Impfstoffe erst nach einem Monat ihre Schutzwirkung völlig entfalten.

Kontrollieren Sie vor der Abreise, dass die Tätowierung gut lesbar ist und lassen Sie einen Mikrochip anbringen, falls Sie dieser Gesetzesanforderung noch nicht nachgekommen sein sollten (wer das nicht tut beweist nicht nur Hartherzigkeit und Unvernunft sondern ist außerdem gesetzlich strafbar). Bringen Sie IMMER ein Halsband an, samt Namensschild und einer (gültigen!) Telefonnummer um im Notfall schnell erreichbar zu sein. Tragen Sie ein tierspezifisches Behandlungsmittel gegen Flöhe und Zecken auf. Dies gilt für ALLE HAUSTIERE, Katzen eingeschlossen! Katzen sollten unbedingt ein strangulierfreies Halsband tragen, also jene Modelle die das Tier in der Not von selber abziehen kann. Legen Sie das Halsband eng an, gerade ein Finger sollte durch das Halsband und den Tierhals durchpassen. Ein loses Halsband kann zu einer tödlichen Falle werden aber ein Tier ohne Halsband ist völlig dem Schicksal ausgesetzt. Katzenbesitzer sollten hängende "Namenhalter" also solche kleinen holen Anhänger die ein Papierstreifchen enthalten, unbedingt vermeiden. Diese Anhänger sind äußerst gefährlich, sind die beste Art und Weise um irgendwo hängen zu bleiben und dies mit tödlichen Folgen...Ziehen Sie weiche Halsbänder vor, mit einer aufgenähten Metallplakette, auf die Sie Ihre Angaben haben eingravieren lassen. Oder verwenden Sie Halsbänder auf die Sie schlichtweg mit einem wasserfesten Filzstift Ihre Angaben schreiben.

Wer sich ins Ausland begeben und sein Haustier mit sich führen möchte, MUSS den Gesundheitsausweis und den Reisepass (seit Oktober 2004) des Tieres vorlegen können, sowie eine Bestätigung über den Gesundheitszustand die vom zuständigen ASL Büro ausgestellt wird, sowie die Vorschriften des Gastlandes befolgen. Einige Länder verlangen eine Quarantäne um die Übertragung von Infektionen und Krankheiten zu verhindern.

Und wenn Sie sich stattdessen entschlossen haben Ihr Haustier zuhause zu lassen? Es gibt gute Alternativen aber sie verlangen etwas mehr "Vorbereitungszeit" auch wenn es sogar drei Lösungsmöglichkeiten gibt.

  1. Fragen Sie "zuverlässige" Freunde und/oder Verwandte ob Sie sich während Ihrer Abwesenheit um Ihren Liebling kümmern können. Stellen Sie rechtzeitig fest ob die befragte Person nicht nur einverstanden ist aber auch zum erwählten Zeitpunkt für Sie frei ist.
  2. Engagieren Sie einen "Pet Sitter" doch nur wenn letztere absolut gute Referenzen vorlegen können. (befragen Sie Freunde und Tierärzte)! Versichern Sie sich, dass der vereinbarte Betrag auch die Futterkosten abdeckt und, dass Ihr Tierchen mit der richtigen Aufmerksamkeit behandelt wird. Außerdem ist es ratsam den Pet Sitter und Ihr Haustier einige Tage vor Ihrer Abreise miteinander bekannt zu machen, um abzuklären ob beide auch einander vertragen.
  3. Tierpensionen sind, unter Beachtung einiger Bedingungen, ebenfalls eine gute Alternative: Sie sollten die Pension persönlich und ohne Voranmeldung besucht haben, um den Reinlichkeitsgrad festzustellen, wie die schon anwesenden Tiere gehalten sind und um sicher zu sein das geschultes Personal während der Betriebszeiten anwesend ist. Zuverlässige Freunde und Tierärzte sollten in der Lage sein gute Referenzen zu bestätigen und die Käfige sollten für Ihr Haustier groß genug und komfortabel sein! Die besseren Tierpensionen haben normalerweise lange Wartelisten und es kann manchmal passieren dass man ein Jahr im Voraus buchen muss. Doch wenn Sie sich nicht über Ihre eigene Hotelreservationszeiten wundern...
  4. MISSTRAUEN Sie Tierpensionen die:

Zu guter letzt, raten wir jenen die auf der Suche nach Informationen und Unterkünften sind, sich an angesehene Reiseveranstalter zu wenden (die inzwischen auch diesen Kundenanforderungen immer mehr gerecht werden) und der folgenden Aufstellung, in alphabetischer Reihenfolge, unter den vielen zur Verfügung stehenden Web Sites.

Dies ist unserer wichtigster Ratschlag: es ist wesentlich besser Ihr Haustier in einem sichern Käfig untergebracht zu wissen, als es frei und unkontrolliert zu lassen, in einem Ort wo ständig das Risiko besteht dass es davonlaufen und sich verlieren kann.
Im vergangenen Jahr (2004) haben uns viele Personen berichtet, dass sie ihre Tiere für immer verloren haben weil sie sie in gutem Glauben in absolut schlecht geführten und ausgestatteten Tierpensionen oder an unkompetenten Menschen gelassen haben oder weil sie lediglich hofften dass sich ihr Tier, frei gelassen und in Gesellschaft anderer Tiere, amüsiert hätte. Ein Fehler den leider für viele Tiere ein tödliches Ende bedeut hat (lesen Sie hierzu die Geschichte von Yadu - nur auf Italienisch)!

Manchmal muss das Herz der Weisheit seinen Platz lassen... mit Köpfchen!

Und nun wünschen wir allen erholsame Ferien!